Verbundvorhaben MeSRa – Projekt

ENTWICKLUNG EINER SCHWERKRAFTBETRIEBENEN MEMBRAN-REINIGUNGSANLAGE FÜR GRAUWASSER UND TEILSTRÖME


Eine immer präsente Fragestellung bei Filtrationsaufgaben ist: Wie kann dem Aufbau von Schichten entgegengewirkt werden, die den Filtrationsfluss behindern?

Ganz anders beim Projekt MeSRa, wo das MBR-Prinzip zur Abwasserreinigung in das spezielle Verfahren eines „Biologically Activated Membran Bioreactor“ (BAMBi) weiterentwickelt werden soll.

In diesem Projekt wird die Ausbildung einer Biomasseschicht auf den Membranen nicht nur billigend in Kauf genommen. Vielmehr wird der Aufbau eines Biofilms, der über ausreichend biologische Aktivität und Kapazität verfügt, gefördert. Denn so können die geringen im Grauwasser vorhandenen Schadstoffmengen ohne weitere Maßnahmen (aerobe, anaerobe Belebung, Belüftung, Umwälzung, etc.) umgesetzt werden.

Im Falle auftretender Schadstoffspitzen sollen diese durch Adsorber, die sich in unmittelbarer Nähe der Biofilme befinden, gepuffert und in Schwachlastzeit wieder abgegeben werden.

Das durch WTA Technologies bearbeitete Teilprojekt baut auf dem H4L–Membransystem auf und entwickelt dieses für den speziellen Einsatzzweck fort.

Schwerpunkte der Arbeiten sind:

  • Die Optimierung des Membranmaterials,
  • Die Auswahl geeigneter Adsorbermaterialien, hinsichtlich Grundmaterial, Korngröße, Befestigungsverfahren und räumlicher Anordnung,
  • Anpassung des Membransystems und
  • Fertigung der Prototypen.

Infolge des Schwerkraftbetriebes der Membranen und des fehlenden Crossflows erreicht der Energiebedarf minimal mögliche Werte bei gleichzeitig geringer Membranbelastung. Somit ist die erwartbare Lebensdauer der Membranen entsprechend hoch.